Nach § 771 ZPO kann ein Dritter, der behauptet, dass ihm ein die Zwangsversteigerung hinderndes Recht zustehe, seinen Widerspruch nur im Wege der Klage bei dem Gericht geltend machen, in dessen Bezirke die Zwangsvollstreckung erfolgt. In Übereinstimmung mit historischen Vorbildern weicht das Gesetz von diesem Grundsatz für den Fall ab, dass das Recht, auf welches der Widerspruch gestützt wird, aus dem Grundbuch ersichtlich ist. Es würde der Bedeutung des Grundbuches nicht entsprechen, wenn auch ein solches Recht, um von dem Vollstreckungsgerichte berücksichtigt zu werden, regelmäßig erst der Feststellung im Wege des Rechtsstreits bedürfte. § 28 ZVG bestimmt demgemäß, dass das Vollstreckungsgericht, wenn ihm ein Recht der bezeichneten Art bekannt wird, das Verfahren entweder sofort oder nach dem fruchtlosem Ablauf einer von ihm dem Gläubiger zur Beseitigung des Hindernisses gewährten Frist aufzuheben hat.

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